2. Hauptsatz: Alles wird immer nur schlechter.Unten kann mensch sich Notizen meiner Thermodynamik-Vorlesung durch Anklicken verschaffen.
1. Hauptsatz: Man kommt nie raus.
3. Hauptsatz: Es ist unmöglich absolut cool zu werden.
Bild: Plancks Verhältnis zu seinem Friseur war zeitlebens gespannt.
Bild: Hermann v.Helmholtz, der Fürst
v.Bismarck der deutschen Physik, trutzigstes Bollwerk Germaniens gegen das treulose Albion.
l.c.p.9
l.c.p.13
l.c.p.16,17
l.c.p.11
Freilich vermutete ich nicht mit Unrecht, daß ich diesen
Glücksfall nicht eigentlich meinen wissenschaftlichen Leistungen
zu verdanken hatte, sondern vielmehr dem Umstand,
daß der Kieler Professor der Physik Gustav Karsten
ein naher Freund meines Vaters war.
l.c.p.18,19
Die folgenden Zitate stammen vom Thermodynamiker Max Planck:
Wissenschaftliche Selbstbiographie,
5.Auflage bei Johann Ambrosius Barth Leipzig 1970 (1.Auflage 1948).
Vorlesungskritik an Helmholtz und Kirchhoff
loco citato pagina 9
Allerdings muß ich gestehen, daß mir die Vorlesungen
keinen merklichen Gewinn einbrachten.
Helmholtz
hatte sich offenbar nie richtig vorbereitet.
Er sprach immer nur stockend, wobei er in einem
kleinen Notizbuch sich die nötigen Daten heraussuchte, außerdem
verrechnete er sich beständig an der Tafel, und wir hatten
das Gefühl, daß er sich selber bei diesem Vortrag mindestens
ebenso langweilte wie wir. Die Folge war, daß die Hörer
nach und nach wegblieben; schließlich waren es nur noch drei ...
l.c.p.9
Im Gegensatz dazu trug
Kirchhoff
ein sorgfältig ausgearbeitetes Kollegheft vor, in dem jeder Satz
wohl erwogen an seiner richtigen Stelle stand.
Kein Wort zu wenig, kein Wort zu viel. Aber das Ganze wirkte
wie auswendig gelernt, trocken und eintönig.
Wir bewunderten den Redner, aber nicht das, was er sagte.
Bild: Gustav Kirchhoff entdeckte ein paar richtige Zusammenhänge und schrieb viel
Unsinn. Die meisten Menschen tun nur das Zweite, wenn sie überhaupt
schreiben können.
Wie sich die Wahrheit ausbreitet
So kam es, daß mir die Abhandlungen von Rudolph Clausius
in die Hände fielen, deren wohlverständliche Sprache und
einleuchtende Klarheit mir einen gewaltigen Eindruck machten und
in die ich mich mit wachsender Begeisterung vertiefte.
Insbesondere würdigte ich die von ihm gegebene genaue Formulierung
der beiden Hauptsätze der Wärmetheorie und die erstmalige
Durchführung ihrer scharfen Trennung voneinander. Bis dahin war
nämlich, als Konsequenz der stofflichen Wärmetheorie,
die Auffassung allgemein gewesen, daß der Übergang der Wärme
von höherer zu tieferer Temperatur gleichartig sei mit dem Herabsinken
eines Gewichtes von höherer zu geringerer Höhe, und diese
irrtümliche Anschauung ließ sich nicht leicht verdrängen.
Es gehört mit zu den schmerzlichsten Erfahrungen meines
wissenschaftlichen Lebens, daß es mir nur selten, ja,
ich möchte sagen, niemals gelungen ist, eine neue Behauptung,
für deren Richtigkeit ich einen vollkommen zwingenden,
aber nur theoretischen Beweis erbringen konnte, zur allgemeinen Anerkennung
zu bringen.
Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise
durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich
als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß die Gegner
allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation
von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.
Wie Professuren besetzt werden
... im Frühjahr 1885 erging an mich der Ruf als Extraordinarius
für theoretische Physik an der Universität Kiel. Es kam mir vor
wie eine Erlösung: den Augenblick, da mich der Ministerialdirektor
Althoff zu sich in das Hotel Marienbad bestellte und mir
die näheren Bedingungen mitteilte, zähle ich zu
den glücklichsten meines Lebens.
Die Entdeckung des Wirkungsquantums
Damals hatten sich nämlich eine ganze Anzahl hervorragender Physiker
sowohl von der experimentellen als auch von der theoretischen Seite her
dem Problem der Energieverteilung im Normalspektrum zugewandt.
Aber sie suchten alle nur in der Richtung, die Strahlungsintensität
in ihrer Abhängigkeit von der Temperatur darzustellen,
während ich in der Abhängigkeit der Entropie von der Energie
den tieferen Zusammenhang vermutete. Da die Bedeutung des Entropiebegriffs damals noch nicht die ihr zukommende
Würdigung gefunden hatte, so kümmerte sich niemand um die von mir
benützte Methode, und ich konnte in aller Muße und Gründlichkeit
meine Berechnungen anstellen, ohne von irgendeiner
Seite eine Störung und Überholung befürchten zu müssen.
Max Planck, Begründer der Quantentheorie wider Willen, starb 1947.
Sein Sohn Erwin
wurde 1944 aus politischen Gründen von
deutschen Richtern
zum Tod verurteilt und 1945 hingerichtet.
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