Vorlesungskritik: Quantenelektrodynamik im Sommersemester 2009

Student/innen des Fachbereichs Physik haben sich erfrecht mich zu benoten. Ich fühle mich in meinen Persönlichkeitsrechten verletzt und werde beim Bundesverfarcungsgerücht klagen. Das schändliche Zeugnis wird als Ulrich_Brosa-Quantenelektrodynamik.pdf publik gemacht. Gipfel der Niedertracht ist die "Profillinie" auf der letzten Seite dieses Pamphlets.

Bei drei Fragen haben mich die schurkischen Student/innen schlechter benotet als den restlichen Lehrkörper:

  1. Der/Die Dozent/in kommt selten vom Thema ab.
  2. Die Hilfsmittel zur Unterstützung des Lernens (z.B. Literatur, Skript, Folien) sind ausreichend und in guter Qualität vorhanden.
  3. Das Tempo der Veranstaltung ist...
und bei nur siebzehn Fragen besser:
  1. Die Vorlesung verläuft nach einer klaren Gliederung.
  2. Der/Die Dozent/in verdeutlicht die Zusammenhänge ausreichend.
  3. Der/Die Dozent/in drückt sich klar und verständlich aus.
  4. Die Vorlesung gibt einen guten Überblick über das Themengebiet.
  5. Die Art wie die Vorlesung gestaltet ist, trägt zum Verständnis des Stoffes bei.
  6. Der Dozentin/ Dem Dozenten scheint der Lernerfolg der Studierenden nicht gleichgültig zu sein.
  7. Der/Die Dozent/in verhält sich den Studierenden gegenüber freundlich und respektvoll.
  8. Der/Die Dozent/in geht auf Fragen und Anregungen der Studierenden ausreichend ein.
  9. Der/Die Dozent/in gestaltet die Vorlesung interessant.
  10. Die Vorlesung ist vermutlich für die spätere Berufspraxis sehr nützlich.
  11. Der/Die Dozent/in verdeutlicht ausreichend die Verwendbarkeit und den Nutzen des behandelten Stoffes.
  12. Der/Die Dozent/in fördert mein Interesse am Themenbereich.
  13. Ich habe in der Veranstaltung gelernt...
  14. Welche "Schulnote" (1-6) würden Sie der Dozentin/dem Dozenten als Veranstaltungsleiter/in geben?
  15. Welche "Schulnote" (1-6) würden Sie der Veranstaltung insgesamt geben?
  16. Der Schwierigkeitsgrad der Veranstaltung ist...
  17. Der Stoffumfang der Veranstaltung ist...

Brosa erklärt begriffstutzigem Student die Grundlagen der Mechanik Völlig verkannt haben mich die Student/innen bei der Frage
Der/Die Dozent/in verhält sich den Studierenden gegenüber freundlich und respektvoll.
Alle Student/innen benoteten mein Verhalten als erstklassig respektvoll. Doch das Gefühl Respekt kenne ich nicht. Student/innen sind Menschen. Was ich von denen halte, hat Pedro Calderón de la Barca formuliert:

der, zum Zeichen seines Sinnes,
tötete sogleich die Mutter,
kündend durch die Tat des Grimmes:
"Ich bin Mensch! Deshalb für Gutes
Böses zu verleihn beginn ich."
de su condición indicios,
pues dio la muerte a su madre,
con cuya fiereza dijo:
"Hombre soy, pues que ya empiezo
a pagar mal beneficios."

Nur Polizeipräsidenten verdienen mehr Verachtung.

Bild: Brosa erklärt begriffstutzigem Stud/enten
die Grundlagen der Mechanik.


a) Die Fragen III, 16 und 17 sind anders als die anderen, weil bei ihnen die mittlere Benotung die beste ist. Beispiel: "Der Stoffumfang der Veranstaltung ist viel zu groß / viel zu gering". Die beste Vorlesung ist die, deren Umfang weder zu groß noch zu gering ist.

b) Brosas verhältnismäßig schlechter Wert bei "Der/Die Dozent/in kommt selten vom Thema ab" erklärt sich aus Brosas Neigung Witze zu erzählen.

c) Brosas verhältnismäßig schlechter Wert bei "Die Hilfsmittel zur Unterstützung des Lernens (z.B. Literatur, Skript, Folien) sind ausreichend und in guter Qualität vorhanden" erklärt sich aus Brosas altmodischem Gebrauch von Kreide und Tafel. Von Folien und Overhead-Projektoren hält er nichts. Andererseits ist Brosa verblüfft, wie wenig die Studenten das Literaturverzeichnis und die Anmerkungen auf der Internet-Seite zur Vorlesung genutzt haben. Mit dem Gebrauch von Kreide und Tafel erklären sich auch die irregulären Ergebnisse bei den Fragen III, 16 und 17.


Pascual Jordan

Der angebliche Begründer der Quantenfeldtheorie (immer mit Brille) war ein gefährlicher Idiot, der bei geringem Verstand Karriere machen wollte und sich den jeweils Herrschenden anbiederte. Gut an ihm war nur seine Dummheit, da sie ihm Schranken setzte. (Der andere Dicke ist Wolfgang Pauli. In der Mitte Günther Ludwig, ein Vater der deutschen Nachkriegsphysik. Die Frau rechts hinten findet Jordan süß. Sie denkt: "Au geil - ein echter Vollnazi!")
1924: Max Born aus jüdischer Familie, nicht besonders intelligent, späterer Nobel-Preisträger, ordentlicher Professor in Göttingen promoviert Pascual Jordan zum Doktor der Physik.

1929: Jordan nimmt eine außerordentliche Professur der Universität Rostock ein.

1933: Jordan tritt in NSDAP und SA ein. Doktorvater Born verliert wegen des nationalsozialistischen Beamtengesetzes die Professur in Göttingen. Er emigriert nach Großbritannien.

1935: Jordan erklärt die "tiefe Verwandtschaft" zwischen der "seelischen Haltung des Gelehrten" und dem Nationalsozialismus. Beide würden vom "Willen zur Macht" geleitet.

1935: Jordan bekommt eine ordentliche Professur der Universität Rostock.

1941: Jordan leitet den Rassismus, die Diktatur und die Überlegenheit des Führers Adolf Hitler aus der Quantenmechanik ab:

Pascual Jordan
Die Physik und das Geheimnis
des organischen Lebens
Friedr.Vieweg & Sohn, Braunschweig 1941
2.Auflage 1943

Die Einführung (zu Zeiten des Führers gab es keine Einleitungen) endet mit

Im Winter 1940/41
z.Z. in einem Fliegerhorst     P.Jordan
Seite 75: Prof.Dr.Jordan deduziert den Rassismus
In dieser Beständigkeit der Erbanlagen, die unverändert und unbeeindruckt von den Schicksalen der Individuen fortleben durch die Folge der Generationen, liegt die naturwissenschaftliche Begründung der rassepolitischen Auffassungen, die sich im großen Umbruch unserer Zeit siegreich durchgesetzt haben. Es gibt keine Vererbung erworbener Eigenschaften, die beispielsweise die Neger Amerikas durch eine über Generationen erstreckte Erziehung, Schulbildung usf. den Weißen erblich ähnlicher machen könnte. Es gibt auch keine "Aufsaugung" negroider Erbmasse, die in weiße Bevölkerung eingedrungen ist, in dem Sinne, daß die unterwertige Erbmasse sich allmählich der weißen Rasse angleichen könnte: Sie kann, indem ihre Verschiedenheit von der weißen Erbmasse in einer beträchtlichen Zahl einzelner, selbständiger Erbanlagen hervortritt, im Laufe der Generationen sehr dünn verteilt werden. Jede einzelne dieser Erbanlagen jedoch behält für immer ihren Charakter. Erziehungsmaßnahmen jeder Art treten sonach in ihrer Wirksamkeit zurück gegenüber der dauerhaften Wirkung rassischer Auslese oder rassischer Durchmischung.
Seite 108: Prof.Dr.Jordan deduziert die Überlegenheit des Führers
Dieser Krieg - was immer die andere Seite von seinem Ausgang noch erhoffen mag - hat eine Entscheidung schon endgültig vollzogen: Der parlamentarisch-demokratische Gedanke lebt nicht mehr. Darüber gibt es keine ernsthafte Meinungsverschiedenheit; es gibt vor dieser Tatsache nur noch den Unterschied freudiger oder erzwungener Anerkennung. Eine seltsame, nachträglich kaum anders als ironisch zu betrachtende Verwirrung der Geister hat das Europa der überwundenen, hinter uns liegenden Zeit glauben lassen, daß es sich eine Abstreifung und Zerschlagung fester Führungsordnungen erlauben könnte ausgerechnet im anbrechenden Zeitalter der Technik und Naturwissenschaft - ausgerechnet in diesem Entwicklungsabschnitt, der den Menschen zum Beherrscher und Verwalter ungeahnter Möglichkeiten und ungeheurer Energien machen sollte. Das Chaos, das sich aus dieser doppelten Entfesselung ergeben mußte, haben wir erlebt. Und da man die Entfesselung der Technik nicht mehr rückgängig machen kann, so wird heute in aller Welt die Entfesselung des Individuums rückgängig gemacht. Autoritäre und diktatorische Regierungsformen kennzeichnen die Zeit und drücken die überall zum Durchbruch gelangte Einsicht aus, daß die unerhörten Leistungen und Kräfte einer der Technik verfallenden Menschheit nur dann in Ordnung gehalten werden können, wenn ein Führungswille von äußerster Stärke und Härte auf allen Gebieten unseres Lebens die losgelassenen Gewalten bändigt. In einer weltumspannenden Angleichung der Methoden bleibt nur ein wesentlicher Unterschied bestehen: Nicht jeder Nation ist ein Mann mit der Kraft eines Vulkans geschenkt.
Dieser Schwachsinn erschien in der Reihe

DIE WISSENSCHAFT
Herausgeber Prof.Dr.Wilhelm Westphal

woraus man entnehmen kann, dass auch Prof.Dr.Westphal nicht dicht war.

1941: Jordan rühmt "Vierjahresplan, Aufrüstung und Krieg", weil sie "der naturwissenschaftlichen Arbeit ihren festen Platz im völkischen Leben angewiesen" haben. Dem Nationalsozialismus bestätigt er, "wie sehr die Naturforschung in ihrer gegenwärtigen Aufgabenlage auf das Eingreifen des Nationalsozialismus geradezu wartet und angewiesen ist".

1942: Jordan wird mit der Max-Planck-Medaille geehrt, der höchsten deutschen Physik-Auszeichnung.

1943: Jordan entdeckt einmal mehr den Führer in der Natur. Im Kern der biologischen Zelle sieht Jordan das Prinzip "der autoritären Führung" verwirklicht. Im Atom mimt der Atomkern den Führer, der die Volksgenossen (Elektronen) um sich herum organisiert.

1944: Jordan wird Ordinarius der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin (heute Humboldt-Universität genannt) und Direktor des Instituts für Theoretische Physik. Jordan bekommt damit den reputabelsten Physik-Lehrstuhl des Deutschen Reichs.

1945: Die Rote Armee besetzt Berlin. Die Sowjet-Kommissare halten Jordan als Hochschullehrer für ungeeignet.

1947: Jordan bekommt eine Gastprofessur im britisch besetzten Hamburg.

1949: Konrad Adenauer, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, ernennt Hans Globke, den Schriftleiter der Nürnberger Rassegesetze, zum Ministerialdirigenten im Bundeskanzleramt.

1953: Globke wird Staatssekretär in Bonn. Jordan wird ordentlicher Professor in Hamburg.

1957: Adenauer verschafft Jordan einen vorteilhaften Platz auf einer Zweitstimmenliste der CDU zur Bundestagswahl.

1957: Jordan, CDU-Mitglied des Bundestags, kämpft für die Bewaffnung der Bundeswehr mit Atombomben. Er spricht seinem Doktorvater Born (vergleiche 1924) die Zurechnungsfähigkeit ab, als Born von der nuklearen Bewaffnung der Bundeswehr abrät.

Maulwurf als Pascual Jordan verkleidet 1958: Jordan wird auf Grund seiner These, dass die Menschheit sich nach einer atomaren Katastrophe fünf Jahre lang unter der Erde aufhalten und mithin überleben könne, von SPD-Abgeordneten als "Maulwurf" (Bild rechts>) tituliert. Quelle: Spiegel vom 25.6.1958.

1959: Jordan wettert auf dem Bundestreffen des Stahlhelm in Oldenburg gegen "weinerliche Entspannungsjournalisten und pazifistische Theologen". Er empfiehlt dem deutschen Volk "echten Frontsoldatengeist", denn im Kalten Krieg sei schlechthin "überall Front".

1966: Jordan wird vom Evangelisch-Kirchlichen Verein in Zürich zu einem Vortrag über "Naturwissenschaften und christlicher Glaube" eingeladen. Jordans 1963 erschienenes Buch "Der Naturwissenschaftler vor der religiösen Frage" hatte die Religiösen auf ihn aufmerksam gemacht. Doch bevor Jordan die Reise in die Schweiz antrat, luden die ihn wieder aus. Kaum hatten nämlich die Pastoren ihn als Referenten angekündigt, brachte ihnen die Post neben Protestschreiben auch Fotokopien von Artikeln schweizer und deutscher Zeitungen ins Haus, die Jordan als Vertreter eines militanten Nationalismus auswiesen. Vereinspräsident Pfarrer Robert Gagg: Wir haben uns "an Hand schlüssiger Dokumentationen von der unseren demokratischen Traditionen zuwiderlaufenden, rechtsradikal orientierten Denkweise Professor Jordans überzeugen" müssen. Professor Hugo Neuert, Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Hamburg: "Folgerungen aus der schweizer Affäre sind von der Fakultät nicht in Erwägung gezogen worden. Professor Jordan hat das Recht einer freien Meinungsäußerung." Quelle: Spiegel vom 9.1.1967.

2009: Es ist kaum zu fassen: Dieser Idiot wird von den meisten Gegenwartsphysikern wie ein Gott angebetet.

Weitere Quellen im Internet (große Dateien - 6 bis 12 MB):

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